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10 Jahre Motoren, Sport und Freunde
Es war einmal,
so beginnen Märchen und Geschichten, doch bei uns ist es kein Märchen sondern ein Traum der in Erfüllung gegangen ist.
Wie bei anderen Vereinen begann auch bei uns alles viel früher. Da konnte man im Steigerwaldkurier oder im Gemeindeblatt immer wieder lesen „Das Umherfahren auf Feldwegen, Wiesen und Feldern ist verboten“. Dass es da Konflikte mit Bauern gab war natürlich klar. So kristallisierte sich so langsam das “Wäldchen“ als Übungsgelände immer mehr heraus.
Da traf man sich abends oder samstags zum Motocrossfahren. Bei Lagerfeuer und einigen Kästen Bier wurden Gespräche und erste Pläne für ein „Rennen“ geschmiedet. 1991 war es dann soweit. Christi Himmelfahrt wurde als Termin ausgesucht.
6-8 Starter versuchten ihr Glück und es wurde ein morts Spaß. So was spricht sich natürlich im Ort herum, und so konnten auch die ersten Fans und Zuschauer an der Rennstrecke „Wäldchen“ begrüßt werden. Fahrer wie Werner Dietz, Mani Pflaum ,Manfred Uri, Charly Jäger, Josef Ibel, Bätz, die Dorn Brüder Manfred und Harald waren unter den ersten. Ja, unser Kassier Mani war auch schon mal ein Crosser, doch Verletzungspech beider Brüder, verhinderte eine Karriere als Crossfahrer. Nicht vergessen darf man Thomas, Otmar und Frank Weidner. Bei den Veranstaltungen gab es natürlich auch spaßige Szenen. Wie z.B. Manfred Uri vor lauter Übereifer links aufs Motorrad aufspringt und gleich rechts wieder runter fällt. Auch ging schon mal eine Maico in Flammen auf und hätte fast einen Stoppelacker abgefackelt.
Wer aber richtig Rennen fahren wollte der musste in einem Verein sein, und so gingen Otmar, Charly und Ibschi in den Taschendorfer Verein. Durch ihre Erzählungen von unseren Stoppelcrossrennen, kamen immer mehr Crosser dazu und man musste sich nach etwas größerem umschauen. Zum Glück gibt es da den „Lochs Bastl“.
Der hat gesagt, “Wenn ihr einen Acker braucht, ich geb euch einen“. Also wurden unsere Crossveranstaltungen immer populärerer und beliebter in unserer Gegend, so das sogar Bayerische Meister und Pokalfahrer zu uns kamen. Vielleicht lag es ja auch an unseren Pokalen und Zusatzpreisen wie ein Auto. Ein „Fiat 126“ in Schrottzustand, er wurde aber von keinem Sieger mitgenommen.
Über den Jahren schwebte aber immer schon der Traum von einem eigenen Trainingsgelände. So kam es, das der Lochs Bastl seine Landwirtschaft aufgab und er uns den Acker, das jetzige Gelände, zur Übernahme anbot. Die Freude war groß, doch es musste ja erst einmal alles mit der Gemeinde abgeklärt werden.
Herr Erhard Werner, damaliger Bürgermeister, sagte uns zu, sich mit der Möglichkeit uns den Acker zu verpachten, zu befassen. Nach kurzer Zeit stand fest, mögliche Verpachtung nur an einen Verein.
Bei uns läuteten die Alarmglocken. Also Vereinsgründung , aber wie?
Manfred Dorn hatte durch seinen Vorsitz beim TSV, Einblick in die ganze Materie und versorgte uns ab dem Zeitpunkt mit sämtlichen Wissen. Satzung, Vorstandschaft, Wahl, Amtsgericht, Notar alles was zur Vereinsgründung dazu gehört. Seine gute Beziehung zu Bürgermeister Werner und die 100%ige Überzeugung, dass der Traum vom Trainingsgelände in Erfüllung gehen kann, machten Klaus Weidner zum Sprecher unserer Motorsportbegeisterten.
Ein Termin wurde festgelegt „31.03.2000“, Saal war bestellt, alle eingeladen, na dann konnte es ja losgehen. 16 Mann hatten sich eingefunden den Verein zu gründen. Nach 4Std. war alles unter Dach und Fach. Die erste Vorstandschaft war besetzt von 1.Vorsitzender Klaus Weidner (bis heute im Amt), 2.Vorsitzender Wolfgang Scholl , Kassier Manfred Dorn (Bis heute im Amt), Schriftführer Frank Weidner , Sportleiter Werner Dietz. Mit der Vereinsgründung unterem Arm, ging es zu Bürgermeister Werner, und der Antrag auf Errichtung einer Trainingsstrecke wurde gestellt. Durch die Bekanntgabe des Vorhabens der MSFler kam auf einmal Leben ins Volk.
Das Für und Wider wurde in der Öffentlichkeit, aber auch hinter verschlossenen Türen, diskutiert. Auch Bürgermeister Werner musste Überzeugungskraft bei seinen Gemeinderatsmitgliedern beweisen, denn es stand gar nicht so rosig um unser Vorhaben. Unterschriftenaktionen gegen uns, aber auch für uns brachten immer wieder Bewegung in die Sache. Auch eine öffentliche Aussprache beider Seiten fand statt. Doch nach einigen Anläufen war die Zustimmung durch die Mehrheit des Gemeindrates perfekt. Sicher ist dies auch ein Verdienst unseres damaligen Bürgermeister Werner. Gespräche, Telefonate und Termine beim Landratsamt waren nun angesagt. 1. Vorsitzender Klaus Weidner und 2.Vorsitzender Wolfgang Scholl mussten unsere ganze Überzeugung für diesen Sport und für unsere Sache mehrere male beim LRA zum Ausdruck bringen.
Dass Freud und Leid eng neben einander liegen, konnten wir am 24.12.2002 erleben. Wenn sich ein erwachsener Mensch freut wie ein kleines Kind und das noch am Hl. Abend, dann kann das nur ein ganz tolles Geschenk sein. Das Größte Geschenk an diesem Tag, war die positive Zustellung des Bescheides für das MSF Trainingsgelände. Die „super“ Nachricht machte ganz schnell die Runde, und wenn sie im Ort jemanden trafen der über beide Ohren strahlte, dann war das ein Motorsportler. Streckenplanung, Trainingszeiten, Bauwagen und vieles mehr , war zu dieser Zeit das Gespräch bei allen Treffen und Stammtischen.
Unsere Crossveranstaltungen wurden immer professioneller und das sprach sich natürlich in der Motocrossszene rum. Nicht nur national sondern auch international zog der MSF seine Kreise. So beteiligten wir uns beim „Speed Hill Race“ in Lassing, und das ganz erfolgreich. Auch wenn das Herz mancher MSFler beim Anblick des Berges in die Hose rutschte, Spaß machte es immer wieder. Das bekannte Erzberg Rennen findet bis heute mit MSF Beteiligung statt. Es ist für unsere Sportler immer wieder ein besonderes Erlebnis und Gesprächsstoff für die nächsten Stammtischabende. Auch national gab es etwas zu feiern. 2003 wurde Frank Weidner Nordbayerischer Meister in der 4Takt Klasse und Otmar Weidner in der Seniorenklasse Vizemeister. Unser erstes 3Std. Mofacross wurde auch 2005 mit viel Erfolg veranstaltet und findet seitdem jährlich statt.
Wie schon erwähnt, erfreuten sich unsere Crossveranstaltungen immer größerer Beliebtheit, was für ein gutes Harmonieren unsere Mitglieder spricht. Es ist der Verdienst unserer Mitglieder, das der Verein sich über die Jahre hinweg so präsentieren kann.
Die letzten Jahre haben auch unsere Jugendarbeit immer professioneller werden lassen. Das Jugendtraining mit Intensiv-Crosslehrgang, Lagerfeuer, Nachtwanderung und Zeltlager in den Pfingstferien ist mittlerweile ein fester Punkt in der Jahresplanung. Werden die Kids gefragt: „Na wie war der Lehrgang?“ dann kommt ein strahlendes „Super“ heraus. Wir sehen dass noch jede Menge Potenzial in unseren Motocrosslehrern und Lehrlingen steckt, was uns wieder einmal auf einen Titel hoffen lässt.
Von Anfang an hat sich der Verein auch in der Gemeinde engagiert. So wurde der Umwelttag zusammen mit der FF aus der Taufe gehoben. Großer Beliebtheit erfreut sich auch unser Fahrradgeschicklichkeits-turnier, das im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde stattfindet.
Sicher ist, ein Verein muss schon bei den Jüngsten beginnen und ihnen zeigen was Vereinsleben bedeutet. So verbringen sie ihre Zeit sinnvoll und abwechslungsreich.
Heute hat unser Verein 134 Mitglieder, von denen 19 aktiv in verschiedenen Rennklassen aktiv sind. Stolz können wir auf unsere 34 aktiven Kinder und Jugendliche sein die bereits mit 5 Jahren an den Jugantrainings begeistert dabei sind.
Und wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen dürfen, dann schlagen wir ihnen einmal vor, sich ganz still an das Holzgeländer zustellen. Schauen sie und hören sie unserer Jugend und unseren Kleinsten zu. Da wird ein 20cm hoher Sprung schon zu einem Meter und ein halber Meter Weite zu 5 Metern und dann schauen sie mal in die Augen der Kids. Das Leuchten und Strahlen sagt uns, „Jawohl, alles richtig gemacht“, und keine Angst für die Zukunft unseres Vereins. Wir hoffen, nein wir wissen, dass wir uns zum 20ten- oder 25ten Jubiläum wieder sehen werden.
... und wenn sie nicht gestürzt sind, dann fahren sie noch heute!
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